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Garten der Begegnung 2025

Im „Garten der Begegnung“ gab es bisher immer eine kleine Veränderung. 2025 allerdings …

…zeigte sich der Wandel auf den ersten Blick.
Der Betrachter musste nicht lange suchen, um Neues zu entdecken.

Der gesamte nördliche Gartenbereich wurde neugestaltet – Ziel, das Unterschlupf- und Futterangebot für Insekten, Vögel und Kleintiere deutlich zu verbessern.

 Die bestehende Trockenmauer wurde erneuert und erhöht, um dem Gelände die Steilheit zu nehmen. Dafür wurden rund 10 m³ Mutterboden und Lehm vermischt und eingebaut.

Die Bepflanzung mit Stauden ist bewusst so gewählt, dass über die gesamte Gartensaison hinweg ein kontinuierliches Blütenangebot für Bienen entsteht. Ergänzt wird dies durch neue Rückzugsorte: Ein Totholzhaufen bietet heimischen Kleintieren Schutz, ein Sandbeet schafft ideale Bedingungen für erdbewohnende Insekten – besonders für Erdbienen.

Ein besonderer Blickfang ist der imitierte Termitenbau aus Lehm, der sich ruhig in die Gestaltung einfügt und ebenfalls als Unterschlupf dient. Der Einbau dreier bepflanzter Wasserstellen rundeten im Frühsommer die neu geschaffenen Angebote für die tierischen Gartenbewohner vorerst ab.

Im Herbst wurde die Thujahecke entfernt, die gemeinsam mit dem inzwischen eingewachsenen Maschendrahtzaun über viele Jahre hinweg die Grenze zur Straße bildete. Ihr Nutzen beschränkte sich auf Sichtschutz – für die Tierwelt blieb sie ohne Bedeutung.

Um die Sicherheit des Grundstücks weiterhin zu gewährleisten, wurde der Maschendrahtzaun auf seiner gesamten Länge erneuert. Gleichzeitig entstand entlang der Grundstücksgrenze etwas Neues: eine lebendige Hecke.

Bei der Auswahl der Pflanzen lag der Fokus auf einer möglichst ganzjährig durchgehenden Blütenfolge, auf unterschiedlichen Blüten-, Beeren- und Blattfarben sowie auf einem vielfältigen Erscheinungsbild über nahezu das gesamte Jahr hinweg. Die Blüten bieten Nahrung für Bienen, die Beeren erweitern das Futterangebot und die dichte Struktur der Hecke wird in ein paar Jahren Nist- und Rückzugsräume für Vögel.

Die ehemals reine Abgrenzung erscheint heute als neuer Lebensraum – funktional, naturnah und voller Leben.

Insgesamt ist ein Raum entstanden, der nicht laut um Aufmerksamkeit bittet.
Ein Garten, der Leben zulässt und Menschen einlädt, langsamer zu werden –
gewachsen im behutsamen Zusammenspiel von kleingärtnerischen Regeln, Natur- und Tierschutz und einer Vielfalt, die sich in seinem Erscheinungsbild widerspiegelt.

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